Ausgabe 4

Beteiligung im digitalen Raum

Wie funktionieren Mitbestimmung, Transparenz und Vertrauen in einer Welt, in der Plattformen, Algorithmen und Social Media unseren politischen Diskurs prägen? Diese Ausgabe erkundet Chancen und Herausforderungen der digitalen Bürgerbeteiligung: Wie können digitale Formate Barrieren abbauen, Beteiligung inklusiv gestalten und Entscheidungsprozesse transparenter machen? Praxisbeispiele aus Kommunen zeigen, welche Werkzeuge, Regeln und Moderationsmethoden demokratische Debatten stärken, worauf es bei Datenschutz und Meinungspluralismus ankommt und wie Bürgerinnen und Bürger aktiv und sicher im digitalen Raum mitgestalten können. Zudem gibt es Anregungen, um Beteiligungsprozesse online effektiv, fair und rechtssicher zu gestalten.
Wir wagen einen Blick auf die Rolle von KI und erlauben uns einen durchaus kritischen Blick auf all´ das was es schon gibt, was geforscht wird, was darüber geschrieben wird, was es an Möglichkeiten jetzt schon und in der Zukunft geben wird.

Schwerpunkt

Digitalisierung und Bürgerbeteiligung: Heilsversprechen und Hinterhalte

Die Digitalisierung ist die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts. Sie bietet enorme Möglichkeiten, unser bisheriges Leben grundlegend zu verändern. Dies gilt auch für die Demokratie. Doch Digitalisierung muss auf Demokratie nicht nur fördernd wirken. Sie kann auch fordernd wirken. Daher müssen wir Digitalisierungsprozesse aktiv mitgestalten und sie nicht nur als utopische Heilsbringer ansehen.

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Interview

Barrieren und gelungen Beispiele digitaler Beteiligung

Maja Wallstein ist Mitglied des Deutschen Bundestages. Außerdem ist sie Mitglied im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung sowie im Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung und Sprecherin ihrer Fraktion in der Arbeitsgruppe „Strategien gegen Rechtsextremismus“. Sie hat sich beruflich bereits viel mit (digitaler) Bürgerbeteiligung auseinandergesetzt.

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Best Practice

Schriftsprache – die unsichtbare Hürde

In Deutschland gibt es über 6 Millionen gering literarisierte Erwachsene (GLE). Das entspricht der Einwohnerzahl des Bundeslandes Hessen. Erweitert man die Gruppe um Menschen mit Grundschul-Leseniveau, liegt der Anteil bei fast einem Drittel aller Erwachsenen, die Probleme mit Lesen und Schreiben haben. Im Projekt „Leicht gemacht“ wurde untersucht, wie diese Gruppe besser in Beteiligungsprozesse eingebunden werden kann.

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Kommentar

Wie parteilich dürfen wir sein?

Der Beteiligung wird eine wichtige Rolle bei der Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zugesprochen. Wie aber kann die Beteiligung diese Rolle erfüllen? Wie kann sie die zahlreichen Herausforderungen überwinden und den Anforderungen gerecht werden?

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Literatur

Demokratie neu gestalten

Politikverdrossenheit, Zukunftsängste und eine wachsende Kluft zwischen Bürger*innen und Politik prägen unsere Zeit. In seinem neuen Buch „Demokratie neu gestalten. Wege in eine bürgernahe Zukunft“ zeigt Risikoforscher Ortwin Renn, wie deliberative Prozesse und gezielte Beteiligungsformate die Demokratie stärken.

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Kommentar

Einsam vor dem Bildschirm

Einsam allein vor dem Bildschirm: Über Einsamkeit in der digitalen Bürgerbeteiligung. „Einsamkeit“, das Thema derzeit an vielen Orten. Hier nun ein Artikel über ein nicht eingelöstes Versprechen.

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Studie

Digitale Diskurse – Nur eine Phantasie?

Das Internet bietet die Chance, mehr Menschen besser in demokratische Willensbildung einzubeziehen. Das war die Hoffnung. Heute wissen wir: Soziale Medien sind dabei wenig hilfreich. Echte digitale Diskurse finden kaum statt. Doch muss das so bleiben? Welche Perspektiven gibt es? Und was muss sich ändern, damit das gelingt?

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Theorie

Digitale Lernkurven

Digitale Beteiligungsplattformen sollen dabei helfen, mehr Menschen zu beteiligen und neue Zielgruppen zu erschließen. Die Erwartungen sind hoch. Eine Studie des Berlin Instituts für Partizipation hat untersucht, ob sie eingelöst werden.

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News

Berlin und Bürgerbeteiligung

Am 09.06.2026 hat der Fachverband Bürgerbeteiligung zu einer Veranstaltung eingeladen: „Zukunft der Bürgerbeteiligung in Berlin“. Eingeladen waren Vertreter aller demokratischen Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses. Sie sprachen über die Entwicklung der Bürgerbeteiligung in Berlin in den letzten Jahren und darüber, was sie vielleicht anders machen würden, wenn sie nach der Wahl im September an der Regierung beteiligt sind.

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Der Querulant

Pflichtfach: Digitale Kompetenzen

Wer die Zukunft gestaltet, muss heute investieren. In seinem Beitrag „Querulant“ bezieht Martin Müller dieses Mal klar Stellung und formuliert einen Appell. Es geht um junge Menschen, digitale Kompetenzen und die Probleme, die wir in Zukunft haben, wenn wir jetzt nicht handeln.

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Kommentar

Warum Ablehnung keine Strategie ist

Kaum eine Entwicklung war in den letzten Jahren so rasant wie die der KI. Zur Erinnerung: KI in Form von Chatbots für jederman/frau gibt es erst seit Ende 2022, das sind nicht einmal 5 Jahre. Es wird wahrscheinlich wie damals mit dem Internet gehen: Einige sagen, das geht schon wieder vorbei. Heute sind diese Menschen weitgehend abgeschnitten von Kommunikation, Information und Alltagsbewältigung. Das Internet hat sich durchgesetzt. Und auch die KI scheint gekommen zu sein, um zu bleiben. Aber wie?

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Medien

Partizipedia

Wikipedia ist heutzutage praktisch die umfangreichste und am leichtesten zugängliche Lexikon der Welt. Partizipedia klingt ähnlich. Und das ist auch sein Ziel. Es geht um die Idee, zentrale Aspekte und Qualitätsmerkmale guter Bürgerbeteiligung in 100 Stichworten zu erläutern.

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Best Practice

Ein Rückblick auf Österreich

Seit gut 12 Monaten läuft die neue, vom österreichischen Gesundheitsministerium initiierte „Beteiligungsplattform für Gesundheit“ der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Diese will mit hybrider Beteiligung in ein neues Zeitalter des Gesundheitswesens einleuten. Hier wird gezeigt, wie dieser Prozess abgelaufen ist. Und auch, was daraus gelernt wurde.

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Lexikon

Empowerment

Empowerment beschreibt den Prozess, bei dem Menschen oder benachteiligte Gruppen ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Umwelt wieder selbstbestimmt in die Hand nehmen. Doch was steckt genau hinter diesem Prozess?

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Best Practice

Balingen und das ISEK Stadtteile 2035+

Den Stadtverwaltungen stehen heute eine Vielzahl an unterschiedlichen Beteiligungsformaten zur Verfügung, um die Bürgerschaft an Planungsprozessen zu beteiligen. Bei der Ausarbeitung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Balingen 2035+ (kurz: ISEK) für die Stadtteile stand die Beteiligung der Bürgerschaft im Mittelpunkt.

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Literatur

Mehr direkte Demokratie?

Was heißt es, wirklich souverän zu sein? Der Bürgerrechtler Ralf-Uwe Beck geht dieser Frage in einem leidenschaftlichen Essay nach. Er plädiert für Volksentscheide als notwendige Ergänzung zum Parlamentarismus und als Frustschutzmittel gegen autoritäre Populisten.

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Medien

Kinder – Minderheit ohne Schutz

Kinder – Minderheit ohne Schutz. Das ist nicht nur der Titel des Buches, welches von Aladin El-Mafaalani, Klaus Peter Strohmeier und Sebastian Kurtenbach veröffentlicht wurde. Es war auch das Thema eines Online-Workshops, den Prof. Dr. Kurtenbach für den Fachverband Bürgerbeteiligung angeboten hat. Es ging um Demographie, Perspektiven und die Zukunft der Gesellschaft.

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Das Magazin zur politischen Teilhabe

Gerne schicken wir eine kurze Email, sobald eine neue Ausgabe erscheint: