Schriftsprache – die unsichtbare Hürde

Ein Bericht über die Erkenntnisse des Projekts "Leicht gemacht"

In Deutschland gibt es über 6 Millionen gering literarisierte Erwachsene (GLE). Das entspricht der Einwohnerzahl des Bundeslandes Hessen. Erweitert man die Gruppe um Menschen mit Grundschul-Leseniveau, liegt der Anteil bei fast einem Drittel aller Erwachsenen, die Probleme mit Lesen und Schreiben haben. Im Projekt „Leicht gemacht“ wurde untersucht, wie diese Gruppe besser in Beteiligungsprozesse eingebunden werden kann.

Warum wir umdenken müssen

„Alle sollen mitmachen – aber wie?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres ersten Artikels zur inklusiven Beteiligung. Unser Projekt „Leicht gemacht“ aus Berlin-Neukölln zeigt: Niedrigschwellige Beteiligung entsteht nicht per Zufall, sondern ist das Ergebnis gezielter Strategien – besonders für die oft übersehene Zielgruppe gering literalisierter Erwachsener (GLE).

 

Der folgende Inhalt ist nur für unsere Mitglieder zugänglich. Bitte logge dich ein, wenn du Mitglied im Fachverband Bürgerbeteiligung bist.

Anmelden
   
Hannah Zacher: Expertin für niedrigschwellige Beteiligung | Projektleiterin „Leicht gemacht“ | Trainerin für politische Bildung
Diesen Beitrag teilen:

Das Magazin zur politischen Teilhabe

Gerne schicken wir eine kurze Email, sobald eine neue Ausgabe erscheint:

Weitere Artikel aus unserem Magazin

Kommentar

Wie parteilich dürfen wir sein?

Der Beteiligung wird eine wichtige Rolle bei der Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zugesprochen. Wie aber kann die Beteiligung diese Rolle erfüllen? Wie kann sie die zahlreichen Herausforderungen überwinden und den Anforderungen gerecht werden?

Artikel lesen
Literatur

Die Vertrauensfrage

Demokratie funktioniert nicht ohne Vertrauen. Dabei geht es weniger um das Vertrauen in Regierende und Parteien. Demokratie braucht vor allem unser Vertrauen in das demokratische Design an sich, also die Zuversicht, dass widerstreitende Interessen langfristig ausbalanciert werden können. Und wir brauchen Vertrauen in uns selbst, darauf, etwas bewirken zu können.

Artikel lesen
Theorie

Kann man mal machen oder Must-have?

Kinder und Jugendliche lernen Demokratie meist nur abstrakt und theoretisch kennen. Echte Beteiligung und Mitbestimmung, die nicht nur als Feigenblatt dient, sondern einen wirklichen Einfluss ermöglicht, ist selten. Dabei würde das große Potenziale bringen. Sebastian Mech beschreibt die theoretischen Grundlagen und Leitideen, die echte Beteiligung junger Menschen fördern und legitimieren.

Artikel lesen
Best Practice

Pimp My Future!

Wie können junge Menschen auf kommunaler Ebene einen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten? Das betrachtet das Projekt “Pimp My Future!” und verbindet dabei Bildung und Beteiligung mit Spaß und Wirkung. Natalie Nekolla von Politik zum Anfassen e.V. stellt das Projekt vor. Sie zeigt, wie junge Menschen mit der lokalen Politik und Verwaltung zusammengebracht werden und eigene Ideen entwickelt können.

Artikel lesen
Der Querulant

Pflichtfach: Digitale Kompetenzen

Wer die Zukunft gestaltet, muss heute investieren. In seinem Beitrag „Querulant“ bezieht Martin Müller dieses Mal klar Stellung und formuliert einen Appell. Es geht um junge Menschen, digitale Kompetenzen und die Probleme, die wir in Zukunft haben, wenn wir jetzt nicht handeln.

Artikel lesen
Literatur

Konflikte: Ressource oder Risiko?

Das Leben ist voller Konflikte, und nicht alle lassen sich lösen. Klaus Eidenschink beschreibt die Kunst des Konflikts als Fähigkeit, sinnvolle Konflikte zu eröffnen, nutzlose zu beenden und die restlichen klug zu regulieren .

Artikel lesen
Best Practice

Vom Mitreden zum Mitgestalten

Wie können Kinder in einer Gemeinde echte Beteiligung erfahren? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt einer Entwicklung, die heute im Kindermuseum PLOMM in Wiltz, Luxemburg sichtbar wird. Doch bevor ein Gebäude entstand, bevor Ausstellungen geplant wurden, begann alles mit der Suche nach neuen Formen der Beteiligung von Kindern am gesellschaftlichen Leben. Joëlle Lutgen-Ferber, Nadine Lepage und Manon Eicher berichten über den Aufbau eines spannenden Projekts.

Artikel lesen
Best Practice

Zufall bringt Vielfalt

Mit betterLÄND hat das Umweltministerium Baden-Württemberg einen neuartigen Jugenddialog initiiert. Ziel war es, junge Menschen zu erreichen, die sich bislang kaum an politischen Prozessen beteiligen oder engagieren.

Artikel lesen