Herausgegeben durch den

Ausgabe 3

Junge Menschen mischen mit

Wie kann der Transformationsprozess zu einer inklusiven und zukunftsfähigen Gesellschaft gelingen? Viele Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Bildung, Politik Jugendhilfe, offener und verbandlicher Jugendarbeit im aufsuchenden Format oder im alt bewährten Jugendhaus beschäftigen sich mit der Frage. Im Kern wissen wir: Partizipation junger Menschen ist zentral für nachhaltige Veränderung. Doch wie lässt sie sich konkret umsetzen? Welche Formate, Methoden und Räume fördern echte Mitsprache? Welche Prozesse, Kompetenzen und Ressourcen braucht es, um Jugendbeteiligung wirksam zu gestalten? Diese Fragen prägen den Schwerpunkt unserer dritten Ausgabe zum Thema Jugendbeteiligung. In mehreren Beiträgen beleuchten wir Herausforderungen und Chancen, liefern Best-Practice-Beispiele, Erfahrungsberichte, Kommentare sowie Tipps zu aktuellen Studien, Publikationen und praktischen Tools.

Schwerpunkt

Politisches Interesse und Beteiligung von Jugendlichen

Unsere Gesellschaft wird zurzeit mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Das sorgt für Konflikte, Veränderungen und nicht zuletzt Unsicherheiten. Ein Gruppe ist davon besonders betroffen: Junge Menschen. Unter ihnen wächst Misstrauen an der Fähigkeit der Politik, mit diesen Herausforderungen fertig zu werden. Eine generationengerechte Lösung der Zukunftsprobleme zu finden ist nur möglich, wenn auch junge Menschen daran beteiligt werden. Wie aber kann eine zeitgemäße Jugendpolitik ausgestaltet werden? Wie kann sich eine Partizipationskultur entwickeln?

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Interview

Jugendarbeit ein Leben lang

Von der Binsenweisheit „Die Jugend ist unsere Zukunft“ zur konkreten, erfolgreichen Jugendarbeit ist es oft ein weiter Weg. Welche Formate bringen Erfolg? Wie wird Zugang für Alle gewährleistet? Und wie kann die Arbeit personell gestemmt werden? Darüber sprechen wir im Interview mit Peter Knorre. Er ist Dipl. Sozialpädagoge (FH) und seit 2007 Leiter des Kinder- und Jugendhauses „Altes Gefängnis“ in Bad Säckingen.

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Best Practice

Vom Mitreden zum Mitgestalten

Wie können Kinder in einer Gemeinde echte Beteiligung erfahren? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt einer Entwicklung, die heute im Kindermuseum PLOMM in Wiltz, Luxemburg sichtbar wird. Doch bevor ein Gebäude entstand, bevor Ausstellungen geplant wurden, begann alles mit der Suche nach neuen Formen der Beteiligung von Kindern am gesellschaftlichen Leben. Joëlle Lutgen-Ferber, Nadine Lepage und Manon Eicher berichten über den Aufbau eines spannenden Projekts.

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News

Demokratie braucht Beteiligung

Unsere Demokratie steht unter Beschuss. Gleichzeitig sind – besonders in Kommunen – die Kassen vielerorts leer. Die Konsequenz: Beteiligungsformate werden gestrichen. Doch in den aktuellen, krisenhaften Zeiten braucht es nicht weniger Beteiligung, sondern mehr! Aus diesem Grund beschloss der Fachverband Bürgerbeteiligung den Norderstedter Appell.

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Lexikon

Kinder- und Jugendparlamente

Ein Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) ist ein auf Dauer angelegtes institutionalisiertes Gremium, in dem Kinder und Jugendliche sich selbst, ihre politischen Ansichten und Positionen sowie repräsentativ ihre Altersgruppe angebunden an kommunale politische Strukturen während einer zeitlich abgegrenzten Zeitperiode vertreten.

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Best Practice

Partizipation trifft Public Value

Partizipation hat nicht nur einen Wert an sich, sondern auch einen hohen Wert für die Gesellschaft, einen Public Value. Umso wichtiger ist das Wissen um die Theorie und Praxis von Bürgerbeteiligung – insbesondere für angehende Verwaltungsbeamt*innen und Bürgermeister*innen. Wie theoretischen Hintergründe und praktische Umsetzungen von Beteiligung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung (HVF) Ludwigsburg gelehrt werden, beschreiben Hannes Wezel und Vanessa Watkins.

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Best Practice

Ermutigend und achtsam zugleich!

Wie kann eine kind- und jugendgerechte Jugendhilfeplanung gestaltet werden? Wie gelingt eine Beteiligung von insbesondere benachteiligten Zielgruppen, die einerseits ermutigend, andererseits achtsam vorgeht, ohne diese auf ihre Benachteiligungserfahren zu reduzieren? Im Folgenden wird das anhand der Beteiligung an einem gesamtstädtischen Präventionsleitbild zur Unterstützung von Kindern und Familien in Risikolagen in Solingen von Philipp Beckmann und Isolde Aigner dargestellt.

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Kommentar

Wer Jugendliche ausschließt, darf sich über Gewalt nicht wundern

Immer wieder gibt es Fälle von gewalttätigen Jugendlichen aus Einwandererfamilien. Der Aufschrei ist groß, Politik und Medien sind alarmiert. Doch Gewalt ist selten nur ein Problem der Erziehung oder Kultur. Sie ist häufig ein politisches Symptom. Dieser Meinung ist Mohamed Zakzak, Diplom-Sozialarbeiter und Autor des Buches „Toxische Männlichkeit bei jungen Migranten – Wenn Ehre zu Gewalt wird“.

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Best Practice

Pimp My Future!

Wie können junge Menschen auf kommunaler Ebene einen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten? Das betrachtet das Projekt “Pimp My Future!” und verbindet dabei Bildung und Beteiligung mit Spaß und Wirkung. Natalie Nekolla von Politik zum Anfassen e.V. stellt das Projekt vor. Sie zeigt, wie junge Menschen mit der lokalen Politik und Verwaltung zusammengebracht werden und eigene Ideen entwickelt können.

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Theorie

Kann man mal machen oder Must-have?

Kinder und Jugendliche lernen Demokratie meist nur abstrakt und theoretisch kennen. Echte Beteiligung und Mitbestimmung, die nicht nur als Feigenblatt dient, sondern einen wirklichen Einfluss ermöglicht, ist selten. Dabei würde das große Potenziale bringen. Sebastian Mech beschreibt die theoretischen Grundlagen und Leitideen, die echte Beteiligung junger Menschen fördert und legitimiert.

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Best Practice

Jugenddialoge auf Landkreisebene

Wie können jungen Menschen mit kommunalen Entscheidungsträger*innen ins Gespräch gebracht werden? Jugenddialoge auf Landkreisebene können eine Antwort sein. Sie sind nicht nur ein Beteiligungsinstrument, sie sind auch ein wichtiges Signal an junge Menschen: Ihre Stimmen, ihre Perspektiven und ihre Sorgen sind wichtig. Udo Wenzl schreibt über Bedeutung, methodische Ansätze und Chancen von Jugenddialogen.

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Kommentar

„Neue Solidarität“

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Klimawandel, finanzielle Ungleichheit und demografischer Wandel sind hier nur einige Beispiele. Wie können wir damit umgehen? Martin Müller ist der Meinung, wir müssen als Gesellschaft kollektiv Verantwortung übernehmen; es braucht eine eine „Neue Solidarität“, die Klassen- und Altersgrenzen überwindet. Und auch den Weg dorthin skizziert Martin Müller in seinem Kommentar.

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Literatur

Konflikte: Ressource oder Risiko?

Das Leben ist voller Konflikte, und nicht alle lassen sich lösen. Klaus Eidenschink beschreibt die Kunst des Konflikts als Fähigkeit, sinnvolle Konflikte zu eröffnen, nutzlose zu beenden und die restlichen klug zu regulieren .

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Der Querulant

Jugendbeteiligung als Akt von Poesie

Was passiert, wenn Jugendbeteiligung mehr ist als Symbolik? Wenn junge Stimmen Verantwortung einfordern, Prozesse hinterfragen und Beteiligung messbar machen? Zwischen poetischer Vision und politischer Realität schreibt Martin Müller ein Plädoyer für echte Mitbestimmung statt gut gemeinter Kulisse.

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Kommentar

Die richtigen Weichen stellen

Jugendgemeinderäte sind in Baden-Württemberg gesetzlich verankert. Die genaue Ausgestaltung, wie das Besetzungsverfahren, bleibt den Gemeinden offen. Das eröffnet teils kontroverse Diskussionen. Sollen Wahlen stattfinden oder soll doch lieber gelost werden? Wie wird eine diverse Besetzung sichergestellt? Melanie Schmitt nimmt hier in ihrem Kommentar eine differenzierte, aber klare Position ein.

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Best Practice

Wie grenzüberschreitende Jugendbeteiligung gelingt

Ab 2029 verbindet ein kombinierte Straßen- und Schienentunnel die dänische Insel Lolland mit der deutschen Insel Fehmarn. Doch was bedeutet das für die Region? Junge Menschen aus Deutschland und Dänemark wurden eingeladen, die Zukunft in der Grenzregion gemeinsam zu gestalten. Thomas Waldner berichtet über den Prozess, bei dem Schülerinnen und Schüler zu Absendern statt zu Adressaten werden.

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Wissenschaft

Jugendbeteiligung in Berliner Bezirken

Die heutige Jugend sei politikverdrossen und wolle sich nicht engagieren? Das stimmt nicht, sagen Menschen, die in der Kinder- und Jugendbeteiligung tätig sind. Doch wie können junge Menschen für Projekte gewonnen und nachhaltig eingebunden werden, und was sind zentrale Hürden? Dieser Frage gingen Michelle Schinköth und Louisa Kühn in ihrer studentischen Forschungsarbeit nach, die sie im Beitrag zusammenfasst.

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Best Practice

Der größte Lehrer Versagen ist. – Meister Yoda

Die wenigsten Dinge funktionieren beim ersten Versuch. Doch Fehler zu machen und zu scheitern sind grundlegend unterschiedlich. Wie steht es um die Fehlerfreundlichkeit in unserer Demokratie und welche Rolle sollte sie in der politischen Bildung spielen? Sweta Moser gibt einen Einblick in die Herausforderungen und spricht einen klaren Appell aus.

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Das Magazin zur politischen Teilhabe

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