Wie grenzüberschreitende Jugendbeteiligung gelingt

MeineWelt.Fehmarnbelt

Ab 2029 verbindet ein kombinierte Straßen- und Schienentunnel die dänische Insel Lolland mit der deutschen Insel Fehmarn. Doch was bedeutet das für die Region? Junge Menschen aus Deutschland und Dänemark wurden eingeladen, die Zukunft in der Grenzregion gemeinsam zu gestalten. Thomas Waldner berichtet über den Prozess, bei dem Schülerinnen und Schüler zu Absendern statt zu Adressaten werden.
Jugendbotschafter der Baltic-Schule Lübeck im Workshop auf der Fähre. © twkom

Mitte Juni 2025 in Lübeck: 25.000 Menschen zu Gast auf den Fehmarnbelt Days in Lübeck anlässlich des Tunnelbaus. Sie hätten es sich einfach machen können, wollten sie aber nicht: Die Jugendbotschafter des EU-Interreg-Projekts „Bildungsregion Fehmarnbelt“ von der Baltic-Schule Lübeck und dem dänischen Næstved Gymnasium hatten die Wahl: Einfach nur Party machen oder den Experten auf den Zahn fühlen: Warum braucht es den Tunnel? Sie haben sich für Letzteres entschieden. Erkenntnisse aus einem internationalen Jugendbeteiligungs-Projekt.

Der kombinierte Straßen- und Schienentunnel im Fehmarnbelt verbindet ab 2029 die dänische Insel Lolland mit der deutschen Insel Fehmarn und verkürzt die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen deutlich auf zweieinhalb Stunden. Ein Jahrhundertprojekt, jubeln Wirtschaft und Politik in der Region. Warum eigentlich?, fragen sich die jungen Menschen auf deutscher und dänischer Seite.

Der folgende Inhalt ist nur für unsere Mitglieder zugänglich. Bitte logge dich ein, wenn du Mitglied im Fachverband Bürgerbeteiligung bist.

Anmelden
   
Thomas Waldner ist gelernter Journalist und hat über 20 Jahren journalistische Erfahrung in verantwortlichen Positionen bei NDR, ZDF und IHK. Seit 10 Jahren ist er CEO von twkom – Gesellschaft für strategische crossmediale Kommunikation in Lübeck. Twkom hat sich auf crossmediale Beteiligung bei Infrastruktur-Projekten mit besonderem Blick auf die deutsch-dänische Grenzregion spezialisiert.
Diesen Beitrag teilen:

Das Magazin zur politischen Teilhabe

Gerne schicken wir eine kurze Email, sobald eine neue Ausgabe erscheint:

Weitere Artikel aus unserem Magazin

Der Querulant

Transformation auch in der Bürgerbeteiligung

In unserer digital vernetzten Welt ist es kaum noch möglich, einen Kaffee zu trinken, ohne dass jemand online eine Petition startet, eine Bürgerinitiative ins Leben ruft oder eine Hashtag-Kampagne lostritt. Dabei fühlt es sich manchmal an, als ob jeder eine Meinung hat – nur keiner wirklich zuhört. Wie kann da noch ein sinnvoller Diskurs stattfinden?

Artikel lesen
Best Practice

Alle sollen mitmachen – aber wie?

Inklusiv und möglichst die erreichen, die sonst nicht mitmachen – das ist ein oft erhobener Anspruch an Beteiligungsprozesse. Wie könnte das gelingen? Ein Praxisbeispiel aus Berlin – Neukölln.

Artikel lesen
Best Practice

Pimp My Future!

Wie können junge Menschen auf kommunaler Ebene einen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten? Das betrachtet das Projekt “Pimp My Future!” und verbindet dabei Bildung und Beteiligung mit Spaß und Wirkung. Natalie Nekolla von Politik zum Anfassen e.V. stellt das Projekt vor. Sie zeigt, wie junge Menschen mit der lokalen Politik und Verwaltung zusammengebracht werden und eigene Ideen entwickelt können.

Artikel lesen
Lexikon

Deliberation

Der Begriff Deliberation stammt vom lateinischen deliberatio, was so viel wie „Beratschlagung“ oder „Abwägung“ bedeutet. Deliberation beschreibt einen anspruchsvollen den Prozess, in dem Menschen sich auf sachliche und faire Weise austauschen, um eine informierte Entscheidung zu treffen.

Artikel lesen
Kommentar

Wie parteilich dürfen wir sein?

Der Beteiligung wird eine wichtige Rolle bei der Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zugesprochen. Wie aber kann die Beteiligung diese Rolle erfüllen? Wie kann sie die zahlreichen Herausforderungen überwinden und den Anforderungen gerecht werden?

Artikel lesen
Literatur

Mehr direkte Demokratie?

Was heißt es, wirklich souverän zu sein? Der Bürgerrechtler Ralf-Uwe Beck geht dieser Frage in einem leidenschaftlichen Essay nach. Er plädiert für Volksentscheide als notwendige Ergänzung zum Parlamentarismus und als Frustschutzmittel gegen autoritäre Populisten.

Artikel lesen
Kommentar

„Neue Solidarität“

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Klimawandel, finanzielle Ungleichheit und demografischer Wandel sind hier nur einige Beispiele. Wie können wir damit umgehen? Martin Müller ist der Meinung, wir müssen als Gesellschaft kollektiv Verantwortung übernehmen; es braucht eine eine „Neue Solidarität“, die Klassen- und Altersgrenzen überwindet. Und auch den Weg dorthin skizziert Martin Müller in seinem Kommentar.

Artikel lesen
Best Practice

Zufall bringt Vielfalt

Mit betterLÄND hat das Umweltministerium Baden-Württemberg einen neuartigen Jugenddialog initiiert. Ziel war es, junge Menschen zu erreichen, die sich bislang kaum an politischen Prozessen beteiligen oder engagieren.

Artikel lesen
Literatur

Workshop Roadmap

Beteiligungsprozesse finden häufig in Form von Workshops statt. Ein aktuelles Buch bietet umfangreiche Tipps und Tools für die Entwicklung, Organisation und Durchführung von Workshops in unterschiedlichen Formaten.

Artikel lesen