Jugendbeteiligung in Berliner Bezirken

Eine studentische Forschungsarbeit von Michelle Schinköth und Louisa Kühn

Die heutige Jugend ist politikverdrossen und will sich nicht engagieren? Das stimmt nicht, sagen Menschen, die in der Kinder- und Jugendbeteiligung tätig sind. Doch wie können junge Menschen für Projekte gewonnen und nachhaltig eingebunden werden, und was sind zentrale Hürden? Dieser Frage gingen Michelle Schinköth und Louisa Kühn in ihrer studentischen Forschungsarbeit nach, die sie im Beitrag zusammenfassen.

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Ihnen die Werkzeuge in die Hand zu geben, um aktiv ihre Umwelt zu beeinflussen und sie spielerisch an politische und verwaltungsmäßige Prozesse heranzuführen, ist deswegen von großer Wichtigkeit. Aber wie wird Jugendbeteiligung in der Praxis umgesetzt?

Um dieser Frage nachzugehen, haben wir Interviews mit fünf Akteur*innen geführt, die Jugendbeteiligung in Berliner Bezirken umsetzen – als Verwaltungsmitarbeitende oder Mitarbeitende zivilgesellschaftlicher Organisation. Wir wollten wissen, wie sie junge Menschen für Beteiligung gewinnen und welche Chancen und Herausforderungen ihnen in der Jugendbeteiligung begegnen.

Dabei haben wir gelernt, dass Jugendbeteiligung vom persönlichen Miteinander lebt, das heißt direkte, ehrliche Kommunikation zu pflegen und dabei auf die vielseitigen Bedürfnisse bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu achten. Wir haben über die identifizierten Herausforderungen bei der Durchführung gesprochen, über fehlende Gelder und fehlendes Verständnis für Jugendbeteiligung.

Der folgende Inhalt ist nur für unsere Mitglieder zugänglich. Bitte logge dich ein, wenn du Mitglied im Fachverband Bürgerbeteiligung bist.

Anmelden
   
Michelle Schinköth studierte an der an der HWR Berlin den Bachelorstudiengang „Öffentliche Verwaltung“ und arbeitet nach dem Abschluss als Sachbearbeitung an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Diesen Beitrag teilen:

Das Magazin zur politischen Teilhabe

Gerne schicken wir eine kurze Email, sobald eine neue Ausgabe erscheint:

Weitere Artikel aus unserem Magazin

Der Querulant

Pflichtfach: Digitale Kompetenzen

Wer die Zukunft gestaltet, muss heute investieren. In seinem Beitrag „Querulant“ bezieht Martin Müller dieses Mal klar Stellung und formuliert einen Appell. Es geht um junge Menschen, digitale Kompetenzen und die Probleme, die wir in Zukunft haben, wenn wir jetzt nicht handeln.

Artikel lesen
Lexikon

Empowerment

Empowerment beschreibt den Prozess, bei dem Menschen oder benachteiligte Gruppen ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Umwelt wieder selbstbestimmt in die Hand nehmen. Doch was steckt genau hinter diesem Prozess?

Artikel lesen
Interview

Eine Demokratie, die alle mitdenkt, wird für alle stärker

Inklusion ist ein wichtiges Thema in der Demokratie. Der Anspruch ist, dass alle Menschen – unabhängig von körperlichen, geistigen, kulturellen oder sozialen Voraussetzungen – gleichberechtigt mitwirken können. Für die Bürgerbeteiligung ergibt sich daraus eine doppelte Relevanz: Inklusion als Thema, aber auch als methodischer Anspruch. Wir sprechen darüber mit Mohamed Zakzak

Artikel lesen
Kommentar

Bürgerräte im Reliabilitätstest

Bürgerräte erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Häufig stellt sich jedoch die Frage, wie reliabel die Ergebnisse dieser Prozesse sind. Wie zufällig und abhängig von der durchführenden Organisation sind Empfehlungen? Diese Frage stellt auch Timo Rieg in seinem Gastkommentar und kommt zu einer spannenden Forderung.

Artikel lesen
Best Practice

Wie aus Ideen Zukunft wird

Stadtentwicklung ist ein bekanntes Thema in der Beteiligung. Bekannt sind auch die Herausforderungen, die solche Prozesse bezwingen müssen. Wie können möglichst viele Bürger*innen informiert und beteiligt werden? Wie können innovative Ideen entwickelt werden? Und wie werden aus Ideen Visionen? Christina Schlottbom gibt einen spannenden Einblick in das Projekt „Zukunft_Garrel“.

Artikel lesen
Der Querulant

Transformation auch in der Bürgerbeteiligung

In unserer digital vernetzten Welt ist es kaum noch möglich, einen Kaffee zu trinken, ohne dass jemand online eine Petition startet, eine Bürgerinitiative ins Leben ruft oder eine Hashtag-Kampagne lostritt. Dabei fühlt es sich manchmal an, als ob jeder eine Meinung hat – nur keiner wirklich zuhört. Wie kann da noch ein sinnvoller Diskurs stattfinden?

Artikel lesen
Lexikon

Partizipation

Partizipation beschreibt den Prozess aktiver Teilhabe mit Wirkungsanspruch von Individuen einer sozialen Struktur.

Artikel lesen
Kommentar

Wie parteilich dürfen wir sein?

Der Beteiligung wird eine wichtige Rolle bei der Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zugesprochen. Wie aber kann die Beteiligung diese Rolle erfüllen? Wie kann sie die zahlreichen Herausforderungen überwinden und den Anforderungen gerecht werden?

Artikel lesen
Literatur

Demokratiepolitik

Finn Heinrich und Leander Berner entwickeln Vorschläge für die Institutionalisierung von Demokratiepolitik, um demokratische Verfahren, Institutionen und Praktiken besser zu schützen und weiterzuentwickeln.

Artikel lesen