Ein Rückblick auf Österreich

Best Practices nach einem Jahr Gesundheitsbeteiligung

Seit gut 12 Monaten läuft die neue, vom österreichischen Gesundheitsministerium initiierte „Beteiligungsplattform für Gesundheit“ der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Diese will mit hybrider Beteiligung in ein neues Zeitalter des Gesundheitswesens einleuten. Hier wird gezeigt, wie dieser Prozess abgelaufen ist. Und auch, was daraus gelernt wurde.

Seit gut 12 Monaten läuft die neue, vom österreichischen Gesundheitsministerium initiierte „Beteiligungsplattform für Gesundheit“ der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Eine Go-Vocal-Plattform, auf der alle Beteiligungsprojekte rund um das Thema Gesundheit zusammenlaufen sollen. Das Ziel: Österreicher*innen sollen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und in der Versorgung mitgestalten können.

Wie wichtig gesellschaftliche Einbindung an Entscheidungsprozessen in gesundheitlichen Fragen ist, hat schon die Weltgesundheitsorganisation deutlich gemacht. In ihrem Report „Social participation for universal health coverage“ (WHO, 2023) wird betont, dass eine inklusive Gesundheitsbeteiligung nicht nur die Einzelnen, sondern die Gemeinschaft als Ganzes und auch die Zivilgesellschaft stärken. Gesundheitsbeteiligung fördere einen gerechten Fortschritt, führe zu bedarfsgerechteren Gesundheitspolitiken und -programmen und trage dazu bei, das Vertrauen der Bevölkerung in das Gesundheitswesen zu vertiefen, heißt es im Report.

Bisher ist das Gesundheitswesen meist Top-down gestaltet. Das heißt, viele Fragen werden bisher noch ohne Einbindung der Bevölkerung entschieden.

Österreich will das anders machen. Mit der Beteiligungsplattform für Gesundheit wird eine neue Kultur der Beteiligung im Gesundheitswesen eingeläutet. Wie die GÖG ins Gelingen kommt, zeigt sich am besten an Beispielen aus der Praxis.

Der folgende Inhalt ist nur für unsere Mitglieder zugänglich. Bitte logge dich ein, wenn du Mitglied im Fachverband Bürgerbeteiligung bist.

Anmelden
   
Eva Mayer leitet die Geschäftsentwicklung für Österreich und Deutschland bei Go Vocal (ehem. CitizenLab), einer Plattform für digitale Bürger*innenbeteiligung. Nach ihrem Abschluss der Internationalen Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Public Management an der Wirtschaftsuniversität Wien zog es sie schnell in die Welt der Digitalisierung. Sie bringt über 13 Jahre Erfahrung im europäischen Tech-Umfeld mit. Als Beteiligungsexpertin bei Go Vocal begleitet sie Städte, Kommunen und öffentliche Organisationen bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Beteiligungsprojekte.
Diesen Beitrag teilen:

Das Magazin zur politischen Teilhabe

Gerne schicken wir eine kurze Email, sobald eine neue Ausgabe erscheint:

Weitere Artikel aus unserem Magazin

Best Practice

Hybride Beteiligung in der Quartiersentwicklung

Der Stadtrat stimmt für einen städtebaulichen Vorschlag, eine Bürger*inneninitiative kritisiert das. Die Zeichen stehen auf Konflikt. Spannende Vorbedingungen für eine Bürgerbeteiligung. Kathleen Wächter berichtet über den hybriden Beteiligungsprozess in Magdeburg und stellt interessante Schlüsse aus den Erfahrungen vor.

Artikel lesen
Kommentar

Warum Ablehnung keine Strategie ist

Kaum eine Entwicklung war in den letzten Jahren so rasant wie die der KI. Zur Erinnerung: KI in Form von Chatbots für jederman/frau gibt es erst seit Ende 2022, das sind nicht einmal 5 Jahre. Es wird wahrscheinlich wie damals mit dem Internet gehen: Einige sagen, das geht schon wieder vorbei. Heute sind diese Menschen weitgehend abgeschnitten von Kommunikation, Information und Alltagsbewältigung. Das Internet hat sich durchgesetzt. Und auch die KI scheint gekommen zu sein, um zu bleiben. Aber wie?

Artikel lesen
Lexikon

Kinder- und Jugendparlamente

Ein Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) ist ein auf Dauer angelegtes institutionalisiertes Gremium, in dem Kinder und Jugendliche sich selbst, ihre politischen Ansichten und Positionen sowie repräsentativ ihre Altersgruppe angebunden an kommunale politische Strukturen während einer zeitlich abgegrenzten Zeitperiode vertreten.

Artikel lesen
Studie

Klimapolitik als Gemeinschaftsaufgabe

Wie kann die Bevölkerung bei zentralen klimapolitischen Entscheidungen konkret eingebunden werden? Eine aktuelle Studie liefert Vorschläge für eine frühzeitige, strukturierte Beteiligung der Öffentlichkeit bei zentralen Gesetzesvorhaben.

Artikel lesen
Best Practice

Alle sollen mitmachen – aber wie?

Inklusiv und möglichst die erreichen, die sonst nicht mitmachen – das ist ein oft erhobener Anspruch an Beteiligungsprozesse. Wie könnte das gelingen? Ein Praxisbeispiel aus Berlin – Neukölln.

Artikel lesen
Interview

Flood the Zone with Love and Kindness

Marina Weisband ist Beteiligungspädagogin, Diplompsychologin und Autorin. Im Interview spricht sie über die Demokratie von heute, die Bedrohung des morgen und die Chancen für übermorgen, sowie über ihre persönlichen Erfahrungen mit Beteiligungsprozessen und wie gute Beteiligung gelingen kann.

Artikel lesen
Interview

Eine Demokratie, die alle mitdenkt, wird für alle stärker

Inklusion ist ein wichtiges Thema in der Demokratie. Der Anspruch ist, dass alle Menschen – unabhängig von körperlichen, geistigen, kulturellen oder sozialen Voraussetzungen – gleichberechtigt mitwirken können. Für die Bürgerbeteiligung ergibt sich daraus eine doppelte Relevanz: Inklusion als Thema, aber auch als methodischer Anspruch. Wir sprechen darüber mit Mohamed Zakzak

Artikel lesen
Literatur

Workshop Roadmap

Beteiligungsprozesse finden häufig in Form von Workshops statt. Ein aktuelles Buch bietet umfangreiche Tipps und Tools für die Entwicklung, Organisation und Durchführung von Workshops in unterschiedlichen Formaten.

Artikel lesen
Der Querulant

Jugendbeteiligung als Akt von Poesie

Was passiert, wenn Jugendbeteiligung mehr ist als Symbolik? Wenn junge Stimmen Verantwortung einfordern, Prozesse hinterfragen und Beteiligung messbar machen? Zwischen poetischer Vision und politischer Realität schreibt Martin Müller ein Plädoyer für echte Mitbestimmung statt gut gemeinter Kulisse.

Artikel lesen
Schwerpunkt

Digitalisierung und Bürgerbeteiligung: Heilsversprechen und Hinterhalte

Die Digitalisierung ist die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts. Sie bietet enorme Möglichkeiten, unser bisheriges Leben grundlegend zu verändern. Dies gilt auch für die Demokratie. Doch Digitalisierung muss auf Demokratie nicht nur fördernd wirken. Sie kann auch fordernd wirken. Daher müssen wir Digitalisierungsprozesse aktiv mitgestalten und sie nicht nur als utopische Heilsbringer ansehen.

Artikel lesen