Herausgegeben durch den

Wie aus Ideen Zukunft wird

Die Gemeinde Garrel gestaltet ihren Ortskern gemeinsam mit den Bürger*innen

Stadtentwicklung ist ein bekanntes Thema in der Beteiligung. Bekannt sind auch die Herausforderungen, die solche Prozesse bezwingen müssen. Wie können möglichst viele Bürger*innen informiert und beteiligt werden? Wie können innovative Ideen entwickelt werden? Und wie werden aus Ideen Visionen? Christina Schlottbom gibt einen spannenden Einblick in das Projekt „Zukunft_Garrel“.

Was macht eine lebendige, zukunftsfähige Ortsmitte aus? Wie möchten wir in unserer Gemeinde leben? Was macht unsere Gemeinde besonders und lebenswert? Wie können wir das erhalten, beziehungsweise nachhaltig weiterentwickeln? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Beteiligungsprozesses, den die niedersächsische Gemeinde Garrel im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)“ durchführte. Das Projekt „Zukunft_Garrel“ zielt auf die Entwicklung von innovativen Konzepten und Strategien für die Entwicklung der Innenstadt ab. Ein zentrales Element dabei war die aktive Beteiligung der Bürger*innen sowie lokaler Akteur*innen aus Vereinen, Handel und Gewerbe.

Beteiligung als Herzenssache

Um einen umfassenden Eindruck der Bewohner*innen und Akteur*innen und somit eine Berücksichtigung vielfältiger Perspektiven zu erhalten, wurde der Beteiligungsprozess bewusst breit, vielfältig und kreativ angelegt. Besonders in ländlich geprägten Regionen ist eine gute Beteiligungsstruktur unverzichtbar, um die Lebensqualität der Gemeinde zu erhalten und Abwanderungen in die Metropolen sowie Fachkräftemangel entgegenzuwirken. In einem ersten Schritt wurden innerhalb der Gemeinde wichtige Schlüsselpersonen identifiziert. Diese stellten die Verbindung zwischen Politik, Verwaltung und Bewohner*innen dar. Mithilfe der Schlüsselpersonen konnte sichergestellt werden, dass die Bewohner*innen über die bevorstehenden unterschiedlichen Beteiligungsformate informiert wurden und die Möglichkeit hatten sich einzubringen.

Der folgende Inhalt ist nur für unsere Mitglieder zugänglich. Bitte logge dich ein, wenn du Mitglied im Fachverband Bürgerbeteiligung bist.

Anmelden
   
Christina Schlottbom ist Stadtplanerin, Landschaftsarchitektin und Geschäftsführerin des Stadtplanungsbüros ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH. Sie begleitet vielfältige Projekte im Bereich Wettbewerbsmanagement und Moderation sowie Mediation und ist seit 2011 bei ISR tätig.
Diesen Beitrag teilen:

Das Magazin zur politischen Teilhabe

Gerne schicken wir eine kurze Email, sobald eine neue Ausgabe erscheint:

Weitere Artikel aus unserem Magazin

Best Practice

„Schimpfen-Spinnen-Schaffen“

Bürgerbeteiligung braucht einen Rahmen, braucht eine Idee, braucht Kraft, Motivation, braucht Perspektive, braucht Vertrauen und Zutrauen, braucht Haltung. Wie kann das in der heutigen Vielfalt der Herausforderungen unserer Gesellschaft gelingen?

Artikel lesen
Best Practice

Zufall bringt Vielfalt

Mit betterLÄND hat das Umweltministerium Baden-Württemberg einen neuartigen Jugenddialog initiiert. Ziel war es, junge Menschen zu erreichen, die sich bislang kaum an politischen Prozessen beteiligen oder engagieren.

Artikel lesen
Best Practice

Hybride Beteiligung in der Quartiersentwicklung

Der Stadtrat stimmt für einen städtebaulichen Vorschlag, eine Bürger*inneninitiative kritisiert das. Die Zeichen stehen auf Konflikt. Spannende Vorbedingungen für eine Bürgerbeteiligung. Kathleen Wächter berichtet über den hybriden Beteiligungsprozess in Magdeburg und stellt interessante Schlüsse aus den Erfahrungen vor.

Artikel lesen
Best Practice

Traditionelles Wissen und demokratische Innovation

Die Potenziale deliberativer Bürgerbeteiligung sind groß. Nicht nur im europäischen Kontext sondern auch unter ganz anderen Rahmenbedingungen. Besonders in Lateinamerika erleben demokratische Innovationen, wie beispielsweise Bürgerräte, aktuell starken Aufwind. Ein Einblick in die Herausforderungen und Lösungen der ersten Klimabürgerversammlung im Amazonasgebiet.

Artikel lesen
Interview

Flood the Zone with Love and Kindness

Marina Weisband ist Beteiligungspädagogin, Diplompsychologin und Autorin. Im Interview spricht sie über die Demokratie von heute, die Bedrohung des morgen und die Chancen für übermorgen, sowie über ihre persönlichen Erfahrungen mit Beteiligungsprozessen und wie gute Beteiligung gelingen kann.

Artikel lesen
Best Practice

Beteiligung als Innovationstreiber

Motivierte, kreative Menschen, finanzielle Mittel und viel Raum für Ideen – hervorragende Zutaten für eine gelungene Beteiligung. Doch aus guten Zutaten folgt nicht automatisch ein gutes Ergebnis. Wie konnte im Rahmen der Smart-City-Strategie der Stadt Oberhausen aus Beteiligung erfolgreich Verantwortung werden?

Artikel lesen
Best Practice

Jugend-Kultur-Schmiede ERZ

Die Beteiligung junger Menschen ist ein zentraler Baustein für eine lebendige Demokratie. Doch gerade im ländlichen Raum fehlen oft Strukturen, um Jugendpartizipation nachhaltig zu verankern.

Artikel lesen
Schwerpunkt

Demokratie ohne Beteiligung?

Unsere Demokratie ist unter Druck geraten. Rechtsextremisten gewinnen an Einfluss, ihre Wahlergebnisseund die von ihnen betriebene Verrohung der Gesellschaft machen Angst. Wie schützen wir unsere Demokratie? Kann Bürgerbeteiligung dabei ein Faktor sein?

Artikel lesen